Wie werden Einrichtungen von AGAPLESION aufgenommen,
wie wird investiert?

Beteiligungsmöglichkeiten

AGAPLESION wurde 2002 gegründet, um christliche und soziale Einrichtungen in einem sich stetig verändernden wirtschaftlichen Umfeld langfristig zu stärken und zu erhalten. Mit dem Beitritt haben Einrichtungen aus dem Gesundheitssektor die Möglichkeit, bewährte/klare Strukturen und Synergieeffekte zu nutzen.

Was für uns kennzeichnend ist:

Gemeinnützigkeit

AGAPLESION ist gemeinnützig. Die Gemeinnützigkeit neu hinzukommender Einrichtungen bleibt ebenfalls erhalten. Gemeinwohlorientierung ist hierbei eine gemeinsame Ausrichtung von freigemeinnützigen und öffentlichen Unternehmen. Darüber hinaus ist AGAPLESION ebenso wie die örtlichen Gesellschafter Mitglied im Diakonischen Werk.

AGAPLESION ist nicht börsennotiert

Im Unterschied zu privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen erfolgen keine Auszahlungen (Dividende) an die Anteilseigner. Alle erwirtschafteten Überschüsse verbleiben im Konzern und werden zur Stärkung der Einrichtungen genutzt. Die Mittel stehen damit zum einen für Erhalt und Ausbau der medizinischen und pflegerischen Leistungen, zum anderen für Substanzstärkung und Investitionen zur Verfügung.

Prinzip der Beteiligung anstelle eines Kaufs

AGAPLESION ist bei der Aufnahme weiterer Einrichtungen an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit interessiert. Dies bedeutet, dass die beteiligten Gesellschafter eine Mitverantwortung für den Konzern übernehmen, jedoch gleichzeitig die operative Selbstständigkeit vor Ort behalten. Wir bevorzugen das Prinzip der Beteiligung anstelle des Kaufs von Unternehmen, da jede Kaufpreiszahlung durch die Einrichtung wieder erwirtschaftet werden muss und somit nicht für Investitionen, die medizinische Entwicklung und letztlich nicht für die Aufrechterhaltung der Arbeitsplatzsicherheit und der Vergütungsstruktur der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung steht.

Beteiligungsprinzip

AGAPLESION schafft eine juristische Plattform für den Zusammenschluss von Krankenhäusern und Wohn- und Pflegeeinrichtungen. Die Rechtsform der gemeinnützigen Aktiengesellschaft bietet hohe Transparenz, die Konzernstruktur ermöglicht einrichtungsübergreifende Zentralfunktionen (Zentrale Dienste). Bei AGAPLESION finden sich alle Einrichtungen im gemeinsamen Markenauftritt wieder (Dachmarkenkonzept).

Durch die Stärke und Verbindlichkeit eines Konzerns bieten wir für unsere Einrichtungen eine sichere Zukunft. Grundsätzlich bieten wir daher in der Regel Mehrheitsmodelle an.

Das Beteiligungsprinzip der AGAPLESION

AGAPLESION übernimmt federführend die Funktion der strategischen sowie konzeptionellen Leitung. Dabei wird ausdrücklich darauf geachtet, dass die operative Selbstständigkeit im Kerngeschäft, z. B. die Leitung von Medizin, Pflege oder Betreuung, dezentral bei den Einrichtungen vor Ort verbleibt. Die bisherigen Gesellschafter bleiben in einer Mitverantwortung ebenso wie für die Identitätsstärkung vor Ort.

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Schöpfung von Synergiepotenzialen ist die zukünftige umsatzsteuerliche Organschaft zu AGAPLESION. Dies erfolgt unter der vorgegebenen wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Mindesteingliederung in den Konzern. Unter Berücksichtigung dieser Mindestvoraussetzungen zur umsatzsteuerlichen Organschaft werden Sonderrechte (z. B. Mitbestimmungs- und Vetorechte) für den Minderheitsgesellschafter vereinbart und im Gesellschaftsvertrag festgeschrieben.

Die Rechtsform der Aktiengesellschaft bietet die beste Möglichkeit, neue Partner auch in Form von Gesellschaftsanteilen aufzunehmen. Diese erhalten dann Anteile an AGAPLESION in Form von Aktien und werden Aktionäre. Sie übernehmen neben der Mitwirkung in den Organen der örtlichen Gesellschaft eine Mitverantwortung für den Konzern und bestimmen neben dem Vorstand strategisch über die Unternehmensgeschicke in der Hauptversammlung und dem Aufsichtsrat.

Investitionen

AGAPLESION erarbeitet zusammen mit den hinzukommenden Einrichtungen ein Konzept, um einen eventuell bestehenden Investitionsstau aufzulösen und ggf. die notwendige Liquidität sicherzustellen. Damit wird die Zukunftsfähigkeit dieser Einrichtung sichergestellt. Eine Ausschüttung an Anteilseigner erfolgt im Gegensatz zu privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen nicht. Die Mittel stehen damit zum einen für Erhalt und Ausbau der medizinischen und pflegerischen Leistungen, zum anderen für Substanzstärkung und Investitionen zur Verfügung.